| In ihrer äußeren Gestalt ist sie der
ältesten nachweisbaren, um 1725, erbauten Logabirumer Orgel nachgebildet,
deren Fassade noch heute in Cleverns bei Jever erhalten geblieben ist,
wobei die Orgel 1812 verkauft worden war. Dabei ist sie um die zu beiden
Seiten angefügten Basstürme erweitert worden, welche die Aufstellung
eines Prinzipals (der vorne stehenden Pfeifenreihe) in 8-Fuß-Höhe
erlauben.
Dieser verleiht dem Orgelklang eine solide und
kräftige Basis, wie sie der ersten, zweiten und der bis jetzt vorhandenen
vierten Logabirumer Orgel nicht zur Verfügung gestanden hatte. Das
Klangfundament wird zusätzlich durch die beiden Pedalregister (Subbass
16' und Trompetenbass 8') verstärkt.
Durch das Register "Viola die Gamba 8' "
ist auch der Klangstil der zweiten Logabirumer Orgel vertreten, die 1812
erbaut worden war. Diese sollte ursprünglich auch äußerlich als Vorbild
für die neue Orgel dienen, weil sich im Pfarrarchiv noch ein altes Foto
von ihr fand und ein fast gleiches Gehäuse noch in Landschaftspolder
erhalten geblieben ist.
Nachdem aber Jürgen Ahrend den originalen Prospekt
der ersten Logabirumer Orgel in Cleverns entdeckt hatte, war es klar, dass
dieser noch qualitätvollere nun zum Vorbild genommen wurde. Er eröffnete
zugleich die Möglichkeit, eine noch größere Übereinstimmung von
äußerer Gestalt, innerem Aufbau und Orgelklang zu erreichen, wie sie
auch dem klassischen Orgelbau des 17. und 18. Jahrhundert zu eigen ist,
auf dem Ahrend kunsthandwerkliche Bauweise fußt.
Der Grund für einen Orgelbau in Logabirum lag in
der Unzulänglichkeit des bisherigen Instrumentes, das einen für den
Kirchenraum zu matten Klang mit einem viel zu mageren Fundament hatte. Es
war 1950/51 unter schwierigen Nachkriegsbedingungen mit dafür
umgearbeiteten Pfeifen aus der sehr minderwertigen dritten Logabirumer
Orgel von 1907 (1928 gebraucht gekauft) erbaut worden und wurde schon seit
den sechziger Jahren als klanglich unzureichend empfunden.
Die neue Orgel knüpft sich nicht nur in ihrer
prachtvollen Erscheinung, sondern vor allem auch im Klangcharakter und in
der Qualität an die erste an und ist von faszinierender Frische,
Lebendigkeit und Farbigkeit.
Sie fordert damit einen frischen und lebendigen
Gemeindegesang geradezu heraus. Außerdem verspricht sie in Material und
Verarbeitung eine jahrhundertelange Haltbarkeit.
Möge sie drum für lange, lange
Zeit dem Lob Gottes und der Unterstützung des Gemeindegesanges dienen,
den Gottesdienst und den Kirchenraum verschönern und die Menschen
erfreuen, die in dieser Kirche zusammenkommen.
Weitere Angaben zur Orgelgeschichte finden Sie im
Kirchenführer (siehe Gemeindebriefe)
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